Neuerungen TSVG ab 1.9.2019

Bisher schon: Terminvergabe für gesetzlich Versicherte über die Termin Servicestelle der KV.

Neu ab 1.9.2019:

Verpflichtende offene Sprechstunden für gesetzlich Versicherte: Bei vollem Versorgungsauftrag 5 Stunden pro Woche, bei hälftigen Versorgungsauftrag 2,5 Stunden pro Woche.

Für diese Sprechstunden ist keine Voranmeldung erforderlich – längere Wartezeiten sind daher nicht zu vermeiden.

Für meine Praxis, die schwerpunktmäßig (über 90 %) psychotherapeutisch ausgerichtet ist und seit 1. April 2019 einen hälftigen Versorgungsauftrag hat, habe ich TSVG – konform folgende Regelungen getroffen:

Offene Sprechstunde Dienstags von 09:00 bis 11:30 Uhr.

Die Terminsprechstunde mit festen Therapieplätzen nur nach telefonischer Voranmeldung an folgenden Wochentagen: Montag und Donnerstag.

Auch meine telefonische Erreichbarkeit ändert sich ab 1.9.2019:

Montags 12:50 Uhr bis 13:10 Uhr

Dienstags 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr

Donnerstag 12:50 Uhr bis 13:10 Uhr

Besonderheiten meiner Praxis:

Behindertengerechter Zugang, Aufzug, Parkplätze vor dem Haus sofern frei

Es gibt keinen Empfang! Als ärztlicher Psychotherapeut mache ich meine Termine selber. Wenn Sie in die offene Sprechstunde kommen, nehmen Sie bitte im Wartebereich Platz.

Eine Anmerkung in eigener Sache:

Dadurch, dass alle Ärzte, die der Grundversorgung zugerechnet werden, zu der offenen Sprechstunde von Bundes- Gesundheitsminister Spahn verdonnert wurden, werden diese Stunden den Termin-Patienten weg genommen.

Für meine Praxis bedeutet das, dass es noch weniger Termine für einen regulären Therapieplatz gibt.

Leider lässt sich Zeit eben nicht vermehren wie zum Beispiel Geld oder Anlageprodukte…

Zu meiner Arbeitszeit gehören neben der Durchführung der Sprechstunde auch Visiten im Altenheim, regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen, Organisieren des fachärztlichen Qualitätszirkels,das Schreiben von Befundberichten, das Verfassen von aufwändigeren Psychotherapieanträgen, ebenso das Verfassen von Antwortschreiben an die Agentur für Arbeit, den medizinischen Dienst der Krankenkassen, gerichtliche Stellungnahmen zum Antrag auf Schwerbehinderung, rentenrechtliche Auseinandersetzungen, Teilnahme am ärztlichen Bereitschaftsdienst und so weiter.